Digitale Medien
verstehen – nicht nur nutzen.
Viele junge Menschen bewegen sich selbstverständlich in sozialen Netzwerken – ohne die Mechaniken dahinter zu kennen. Medienachtsamkeit hilft dabei, genau diese Dynamiken sichtbar zu machen.
Digitale Medien sind Teil des Alltags von Schülerinnen und Schülern. Informationen verbreiten sich schnell, Meinungen entstehen öffentlich und Plattformen beeinflussen, welche Inhalte sichtbar werden.
Warum verbreiten sich manche Inhalte schneller als andere? Warum fühlen sich bestimmte Aussagen überzeugend an? Und welche Rolle spielen Algorithmen dabei? Diese Fragen lassen sich im Unterricht gemeinsam untersuchen – durch Wissen, Erfahrung und Dialog.
Für Lehrkräfte: Einmalige Registrierung – danach können Klassenräume angelegt werden, um die Lernwerkzeuge gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern im Unterricht zu nutzen.
Medienkompetenz beginnt nicht mit Regeln. Sie beginnt mit Verstehen.
Medienachtsamkeit verbindet drei Lernformen: Wissen, Erfahrung und Dialog. Zusammen entsteht ein umfassender Blick auf digitale Kommunikation – praxisnah, kostenlos und für verschiedene Altersgruppen geeignet.
Wissen testen. Dynamiken erleben.
Gemeinsam Regeln schaffen.
Social-Media-Führerschein – Der Medienachtsamkeits-Check
Ein strukturierter Wissenstest zur digitalen Medienkompetenz. Schülerinnen und Schüler bearbeiten Fragen zu fünf zentralen Themenbereichen:
- Faktencheck und Desinformation
- Sicherheit und Datenschutz
- Respekt und Kommunikation
- Rechte im Netz
- Digitale Balance
Besonders gut geeignet als Einstieg in eine Unterrichtseinheit. Lehrkräfte können Klassen anlegen und den Test gemeinsam durchführen.
Reality Check – Der Posting-Simulator
In einer Simulation treffen Schülerinnen und Schüler Entscheidungen und beobachten, welche Dynamiken entstehen. So wird erfahrbar:
- Wie Beiträge Reichweite gewinnen
- Wie Kommentare Diskussionen verstärken
- Wie Inhalte ihren ursprünglichen Kontext verlieren können
Lehrkräfte können Klassenräume erstellen und den Simulator gemeinsam mit der Klasse einsetzen.
Medienachtsamkeits-Vertrag
Digitale Konflikte entstehen häufig dort, wo Erwartungen und Regeln unklar bleiben. Der Vertrag unterstützt Klassen, Familien oder Gruppen dabei, gemeinsam Regeln zu formulieren. Mögliche Themen:
- Verhalten im Netz und Umgang mit Desinformation
- Privatsphäre und Datenschutz
- Bildschirmzeit und digitale Balance
- Konfliktlösung im digitalen Alltag
Der Vertrag wird gemeinsam erstellt und anschließend als PDF gespeichert oder ausgedruckt.
Alle drei Tools sind kostenlos, browserbasiert und ohne umfangreiche Vorbereitung einsetzbar.
Ein möglicher Ablauf – bereits in einer Stunde umsetzbar.
Einstieg – Wissen testen
Die Klasse beginnt mit dem Social-Media-Führerschein. Schülerinnen und Schüler testen ihr Wissen über digitale Medien und erhalten eine erste Einschätzung ihrer Medienkompetenz.
Erfahrung – Dynamiken erleben
Im Reality Check erleben Schülerinnen und Schüler interaktiv, wie sich Beiträge verbreiten und verändern können.
Was passiert, wenn ein Beitrag viral geht? Wie verändern Kommentare die Diskussion? Und wie schnell kann ein Inhalt seinen ursprünglichen Kontext verlieren?
Reflexion – gemeinsam diskutieren
Im Anschluss werden die Beobachtungen im Klassenraum besprochen. Mögliche Fragen für die Diskussion:
- Warum verbreiten sich manche Inhalte schneller als andere?
- Welche Rolle spielen Emotionen in sozialen Netzwerken?
- Wann wirkt eine Information glaubwürdig?
- Wie können wir verantwortungsvoll mit Informationen umgehen?
Optional im Anschluss: Die Klasse erstellt gemeinsam einen Medienachtsamkeits-Vertrag – und hält die eigenen Regeln für den digitalen Alltag schriftlich fest.
Materialien für den Unterricht
Zusätzlich zu den digitalen Tools werden Materialien zur Verfügung gestellt, die Lehrkräfte im Unterricht einsetzen können:
- Arbeitsblätter zu digitalen Medienmechaniken
- Reflexionsfragen für Diskussionen im Klassenraum
- Beispiele aus der Praxis digitaler Kommunikation
Workshops und Veranstaltungen
Neben den digitalen Lernwerkzeugen bietet Mimikama Workshops, Vorträge und Trainings zur Medienkompetenz an. Diese richten sich unter anderem an:
- Schulen und Hochschulen
- Bildungseinrichtungen
- Vereine und Organisationen
Weitere Informationen zu Workshops und Veranstaltungen:
mimikama.education →Medienkompetenz beginnt mit Verstehen.
Digitale Medien prägen gesellschaftliche Diskussionen, politische Meinungen und persönliche Beziehungen. Medienachtsamkeit unterstützt Schülerinnen und Schüler dabei, diese Umgebung besser zu verstehen – und bewusst darin zu handeln.
